Facebook für Dummies   Leave a comment

image Facebook produziert fast täglich neue Gruselmeldungen in den Medien und hat nicht den besten Ruf unter Eltern und Datenschützern. Poweruser scheint das nicht abzuschrecken. Die Fraktion der Nichtnutzer hingegen ist in zwei Lager gespalten. Diejenigen, die das soziale Netzwerk generell ablehnen, und die Neugierigen, aber noch nicht Überzeugten. Für letztere ist „Facebook für Dummies“ gedacht.

Das Buch ist nicht gedacht für Schüler und Jugendliche, die quasi mit Facebook erwachsen werden. Zielgruppe sind eher deren Eltern, die Generation SilverSurfer oder Personen, die zwar etwas von „Social Network“ gehört haben, aber noch nicht dazugehören.

Zugegebenermaßen wirkt es nicht gerade vertrauenserweckend, dass das Buch von einer Mitarbeiterin und einer Ex-Mitarbeiterin des Zuckerbergschen Unternehmens geschrieben wurde. Die beiden Autorinnen wirken sehr überzeugt von den Privatsphäre-Einstellungen ihres (Ex-)Arbeitgebers. Gerade da hat Facebook mit undurchsichtigen Regelungen zu kämpfen, wichtig sind auch klare Regeln zum Datenschutz. Die Autorinnen nehmen das Thema sehr ernst: Immer wieder wird gebetsmühlenartig auf Kapitel fünf verwiesen, welches die Sicherheitseinstellungen behandelt. Dort verzetteln sich die Autorinnen jedoch und schaffen es nicht, dem durch Medienberichte verunsicherten Leser ein sicheres Gefühl zu geben. Eine gewisse Skepsis und Vorsicht beim Veröffentlichen von privaten Daten ist in jedem Falle angebracht. Die vielen Einstellungen auf Facebook sind einfach zu verwirrend, auch die Autorinnen schaffen es nicht, dieses Chaos zu entwirren.

Begriffsdefinitionen
Facebook wird auch aus sozial-pädagogischer Perspektive betrachtet. Dabei trifft der Leser auf den Begriff „Social Graph“. Das ist die eigentliche Bezeichnung für die Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Personen. Gleichzusetzen ist diese Definition mit dem heute üblichen und gebräuchlichen Begriff „Social Network“. Die Autorinnen möchten auch Skeptiker vom Netzwerken überzeugen, zeigen aber auch Nachteile auf.

Grundlagenwissen
Wie für diese Buchreihe zu erwarten, wird der Leser Schritt für Schritt an der Hand geführt. Zuerst werden die Grundlagen von Facebook und ein grober Überblick, was man im Freunde-Netzwerk alles so anstellen kann, vermittelt. Die Screenshots sind auf Deutsch angepasst und zeigen die verschiedenen Einstellungen des Profils der Übersetzerin Barbara Mistol. Hilfreich ist es, den PC oder Laptop in Reichweite zu haben, so kann der Facebook-Newbie das Gelernte gleich umsetzen.

Kapitel zwei und drei beschäftigen sich mit dem eigenen Profil auf Facebook – wie man es anlegt und wie man sich in der Netzwerkwelt zurechtfindet. Im vierten Kapitel wird der Leser zum Jäger und Sammler und geht auf Freundejagd. Schließlich handelt es sich bei Facebook in erster Linie um ein Freunde-Netzwerk, das man mit ein wenig Hintergrundwissen für mehr als nur Verabredungen und Bilderpräsentationen nutzen kann.

Privatsphäre und Sicherheit in oben bereits erwähntem fünftem Kapitel schließen den ersten Teil ab. Die Basics im Umgang mit Facebook sind dem Leser jetzt bekannt.

Freunde für Fortgeschrittene
Der zweite Teil des Buches vertieft die Grundlagen aus dem ersten Teil und geht ins Detail rund um Freunde, Fotos und die Pinnwand. Im dritten Teil lernt der Dummie, wie man Facebook noch intensiver nutzt. Gruppen, Veranstaltungen und eigene Fan-Seiten für Unternehmen werden vorgestellt. Im Teil vier schließlich geht es um mehr oder weniger sinnvolle Anwendungen und die Nutzung mit dem Mobiltelefon.

Im für diese Buchreihe obligatorischen Top-Ten-Teil befinden sich unter anderem „Zehn tolle externe Anwendungen“, wo aber leider nur englischsprachige Anwendungen präsentiert werden. Umrahmt wird alles von einem sehr umfangreichen Inhaltsverzeichnis, einer Schummelseite (ein Spicker, der das Wichtigste zusammenfasst), ausführlichen Einleitungen und Vorworten sowie einem Stichwortverzeichnis.

Fazit
Die Tatsache, dass das Buch von zwei Mitarbeiterinnen von Facebook geschrieben wurde, lässt eine gewisse Neutralität und Kritikausübung vermissen. Gerade in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre wirkt das ein wenig unseriös. Für gewisse Tipps, Tricks und Blicke hinter die Kulissen erweist sich das wiederum als durchaus vorteilhaft. Die leicht verständlichen teils bebilderten Anleitungen und Begriffsdefinitionen animieren zum Nachmachen und Umsetzen des Gelernten. Mehr erwartet der Leser eines Buches aus dieser Reihe auch nicht.

Advertisements

Veröffentlicht 15. März 2012 von Bobelle in Aktuelles

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: