Mein Asus Eee Pad Transformer TF100   1 comment

Auf den ersten Blick ist das Asus Transformer ein weiteres 10,1-Zoll-Tablet mit Tegra 2 und Android 3.0. Doch mit einem Handgriff lässt sich das Tablet auf eine optionale und somit separat erhältliche Docking Station stecken, die es zum Notebook macht. Das Dock besteht aus einer klassischen Notebook-Tastatur plus einem Scharnier, mit dem Sie das Tablet zum Transport wie einen Notebook-Deckel auf die Tastatur klappen können. So sieht es nicht nur aus wie ein herkömmliches Notebook, sondern lässt sich auch so bedienen – mit der Besonderheit, dass Android als Betriebssystem darauf läuft. Wenn das Tablet drauf gesteckt wird, erkennt es die Tastatur automatisch – es ist kein Neustart erforderlich. Zudem verfügt die Docking-Station über gleich 2 USB-Anschlüsse – so können Sie zum Beispiel einen USB-Stick oder eine USB-Maus anschließen.

Asus Transformer: Flottes Tablet mit Andorid 3.0.

Gut verarbeitet
Doch auch ohne Docking Station überzeugt das Transformer: Trotz der Kunststoffrückseite ist das Design edel und wirkt hochwertig. Durch das abgerundete Gehäuse erscheint das Tablet deutlich schlanker als es tatsächlich ist. Mit rund 14 Millimeter Dicke und fast 700 Gramm eignet es sich allerdings – wie fast alle 10-Zoll-Modelle – nicht unbedingt für den dauerhaften mobilen Einsatz.

Konfiguration: Tegra 2 und HDMI
Die Ausstattung des Transformers ist ordentlich: Als Arbeitsspeicher stehen 1 GByte und als Datenspeicher 32 GByte zur Verfügung. Die Power liefert der zweikernige Nvidia-Prozessor Tegra 2 T20 mit 1,0 GHz Taktfrequenz. Per proprietärem USB-Anschluss verbinden Sie das Tablet mit dem PC. Über Mini-HDMI docken Sie das Transformer auch an einen Fernseher an. Der Kartenleser schluckt microSD-Karten. WLAN-n und Bluetooth runden die Ausstattung ab.
Die große Sensoren-Vielfalt besteht aus Gyro-, Lage-, Bewegungs- und Helligkeitssensor. GPS und ein Kompass erweitern das Ausstattungspaket. An der Vorderseite bietet das Tablet eine Kamera mit 1,3 Megapixel, die problemlos für Videochat taugt. In der Rückseite ist ein 5-Megapixel-Modul integriert, allerdings ohne Blitz. Die Qualität der Fotos ist jedoch vergleichbar mit anderen Geräten: Bei guten Lichtverhältnissen sehen die Farben sehr kräftig und kontraststark aus.

Asus Transformer: Mit einem Handgriff fast ein Notebook.

Android 3.0: Beschränkte Formatvielfalt
Wie die meisten Geräte mit Android 3.0 offenbart auch das Transformer im Test eine erhebliche Schwäche: Es werden nur sehr wenige Videoformate von Haus aus wiedergegeben. Da die meisten Filme als DivX-, Xvid- und MKV-Versionen vorliegen, ist das Tablet als Video-Player damit ohne zusätzlichen Aufwand vorerst eher untauglich. Die Lösung: Nutzer müssen ihre Filme umständlich in ein unterstütztes Format umwandeln oder einen passenden Player aus dem Android-Market suchen. Als gute Wahl empfiehlt sich hier der MoboPlayer: Er spielt eine Vielzahl von Formaten ab und lässt sich zudem auch leicht bedienen.

Asus Transformer: Das Display leuchtet sehr hell und bietet weite Blickwinkel.

Flüssige Navigation, ruckelndes Browsen
Die Performance des Transformers überzeugt in vielen Bereichen, allerdings nicht überall: Die Navigation durch die Menüs und das Starten von Apps gelingt sehr flott und das Scrollen zwischen den Homescreens ist butterweich. Wenn Sie allerdings im Internet surfen, kommt es beim Srollen auf Webseiten immer wieder zu kleinen Rucklern, die auf Dauer nerven. Hier haben Geräte mit Android 2.x oder iOS deutlich die Nase vorn.
Das Display vermittelt im Praxis-Test einen sehr positiv Eindruck: Zwar befindet sich frontal eine spiegelnde Glasplatte auf der jeder Fingerabdruck sofort sichtbar ist, dafür leuchtet es sehr hell und ist auch blickwinkelstabil. Dieser Eindruck wird auch von unseren Messwerten bestätigt: Sehr gute 318 Candela pro Quadratmeter sorgen dafür, dass Sie selbst unterwegs noch alles auf dem Display erkennen. Nur bei direktem Sonnenlicht wird es schwer, alle Einzelheiten uneingeschränkt zu erkennen.
Laufzeit: Nur Mittelfeld
Bei der Laufzeitmessung bewegt sich das Asus Transformer im Tablet-Mittelfeld. Im Internet-Szenario macht der Akku nach 6:09 Stunden schlapp. Im Video-Betrieb reicht die Energie für 5:10 Stunden. Das ist für zu Hause zwar akzeptabel, für längere Reisen reicht das jedoch nicht. Zum Vergleich: Apples iPad 2 schafft bis zu acht Stunden, das erste iPad 7:43. Geladen wird das Asus-Tablet mit einem kleinen separaten Netzteil.

Die Idee des Asus Transformers ist einfach, aber trotzdem genial: Durch die optionale Tastatur, die allerdings heftige 150 Euro extra kostet, können Sie auch bei längerem Arbeiten noch bequem tippen. Unterwegs klappen Sie es einfach wie ein herkömmliches Notebook zu und stecken es in die Tasche – praktisch. Der große Nachteil: Durch die derzeitigen Probleme mit Android 3.0 schlägt sich das Tablet im Vergleich zum iPad 2 oder älteren Android-Geräten noch nicht wirklich gut – Abhilfe sollte jedoch auf Sicht ein Honeycomb-Update schaffen. Wen das bis dahin nicht stört, erhält ein schickes Android-Tablet mit großem Formfaktor.

Alternative
Da es bisher kaum Tablets mit Android 3.0 auf dem Markt gibt und diese ebenfalls von dem Video-Format-Problem bei Honeycomb betroffen sind, gibt es keine echte Android-Alternative zum Asus Transformer. Wer ein Tablet in diesem Formfaktor sucht, keine Berührungsängste mit Apple hat und sich nicht an der iTunes-Bindung stört, sollte sich das iPad 2 genauer anschauen.

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Veröffentlicht 6. Februar 2013 von Bobelle in Aktuelles

Eine Antwort zu “Mein Asus Eee Pad Transformer TF100

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  1. Das ist aber ein alter Artikel , Android 3.0 ist schon fast ein Jahr nicht mehr auf meinem Asus.

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