Wie Reiche stärker belastet werden können   Leave a comment

Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland heizt die Diskussion darüber wieder an, wie Vermögende stärker zur Kasse gebeten werden könnten. .

Es geht bei dieser Debatte vorrangig um fünf Instrumente. Die Vermögensteuer, die den Bundesländern zugutekommt und unabhängig vom Einkommen auf Geld-, Wertpapier oder Immobilienbesitz erhoben wird, gibt es bereits. Aber sie wird seit einem Karlsruher Urteil von 1997, das die unterschiedliche Bewertung von Grundbesitz und sonstigem Vermögen rügte, nicht mehr erhoben. Die Vermögensabgabe wäre eine einmalige Leistung, die auch in Raten gezahlt werden könnte und dem Bund zugutekäme. Möglich wäre auch, die

Erbschaftsteuer zu erhöhen. Sie fließt in die Kassen der Bundesländer und beträgt derzeit für erbende Ehe- oder Lebenspartner beziehungsweise Kinder bei einem Freibetrag von 500 000 beziehungsweise 400 000 Euro zwischen 7 und 30 Prozent – je nach Höhe des geerbten Vermögens.

Die Reichensteuer, 2007 von der großen Koalition eingeführt, ist eigentlich nur ein erhöhter Satz der Einkommensteuer für besonders hohe Einkommen. Zur Zeit werden 45 Prozent (plus Solidaritätszuschlag) ab einem zu versteuernden Einkommen von 250 000 Euro erhoben. Der „normale“ Steuerhöchstsatz beträgt 42 Prozent für Einkommen ab 52 882 Euro, das ist der niedrigste seit Einführung dieser Steuer.


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Veröffentlicht 5. August 2015 von Bobelle in Aktuelles

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