Deep Web: Größer als das WWW   Leave a comment

Ebenfalls für Suchmaschinen und deren Nutzer unsichtbar, aber ganz anders organisiert als Darknets ist das Deep Web. Experten schätzen, dass es mehr als tausendmal so groß ist wie das her­kömmliche, „Surface Web“ genannte Internet.

Fotostrecke: Umstrittene Grauzone – diese Tools stehen in Verruf

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Deep Web: Die meisten User kratzen nur an der Oberfläche.

Mit dem Deep Web sind einerseits die riesigen Datenbanken gemeint, deren Inhalt von den bekannten Suchmaschinen nicht verstanden wird: Erst wenn ein User eine spezielle Anfrage an die Datenbank schickt, produziert diese das gewünschte Ergebnis. Mit solchen dynamisch erzeugten Inhalten sind Bing, Google, Yahoo und andere Suchmaschinen überfordert. Andererseits gehören auch Server zum tiefen Web, die die Roboter der Suchmaschinenbetreiber gezielt aussperren. Entweder per Log-in oder durch spezielle Botschaften an die Webcrawler.

Viele legale Angebote nur im Deep Web abrufbar

Jeder Betreiber einer Website kann bestimmen, ob und wenn ja, welche Teile seines Angebots im Index von Google & Co. landen dürfen. Lässt ein Seitenbetreiber keine Webcrawler zu, taucht sein Angebot selbst dann nicht in den Trefferlisten auf, wenn von Zehntausenden bereits im Suchmaschinenkatalog erfassten Sites auf seinen Onlinedienst verlinkt wird – unter normalen Umständen ein Garant für eine Platzierung ganz weit vorn in den Suchergebnissen. Die Googles dieser Welt sind also auf einem Auge blind und zeigen ihren Nutzern nur einen Ausschnitt dessen, was sich im Web tummelt.
Beispiele fürs Deep Web sind die Kataloge von Bibliotheken. Zwar sind diese Listen der Buch- und Zeitschriftenbestände meist auf herkömmlichen Webservern gespeichert. Zugriff ist aber nur nach einem Log-in erlaubt – über den die Suchmaschinen natürlich nicht verfügen. Sie können also nur von außen auf die verschlossene Tür blicken und müssen unverrichteter Dinge weiterziehen. Dasselbe gilt für Datensammlungen mit Fluginformationen, medizinische Fachinfor­mationen, Produktdatenbanken und vieles mehr. Zwar löste Google durch den Kauf von ITA Software zumindest das Problem der Fluginformationen – amerikanische Google-Nutzer können dank ITA heute schon Suchanfragen eingeben wie „Was ist der günstigste Flug von New York nach Las Vegas“. Doch damit taucht man längst nicht richtig ins Deep Web ein. Die Tiefen des Deep Web zugänglich zu machen, versprechen Suchmaschinen wie BrightPlanet – gegen Bezahlung.

Fotostrecke: Umstrittene Grauzone – diese Tools stehen in Verruf


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Veröffentlicht 9. Mai 2016 von Bobelle in Aktuelles, Headquarters

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